Affektive Polarisierung – also die emotionale Aufladung politischer Konflikte – prägt zunehmend gesellschaftliche Debatten und stellt Demokratien vor Herausforderungen. In ohnehin kontroversen Debatten – etwa zu Migration oder Klimapolitik – treten Gefühle der Zugehörigkeit zu Gleichgesinnten ebenso hervor wie Misstrauen, Ablehnung oder Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden.
Polarisierung kann demokratische Debatten beleben, bei starker Ausprägung jedoch auch „Wir-gegen-sie“-Denken verfestigen, Dialogbereitschaft untergraben und Intoleranz begünstigen. Auf Basis neuer MIDEM-Daten ordnet die Tagung gesellschaftliche Polarisierungsdynamiken in Deutschland fundiert ein und zeigt tragfähige Strategien auf, mit denen gesellschaftliche Konflikte konstruktiv verhandelt werden können.
Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus Wissenschaft, politischer Bildung, Medien, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Im Anschluss bietet ein Empfang Gelegenheit für vertiefenden Austausch und Vernetzung.
Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Stiftung Mercator statt.