Radioactive Patriarchy

Feministische Perspektiven auf die Folgen der Atomwaffentests.

Millionen Menschen weltweit leben bis heute mit den Folgen von Atomwaffentests. Besonders in Kasachstan, einem der größten Testgebiete der Sowjetunion, wirken gesundheitliche, ökologische und gesellschaftliche Schäden über Generationen hinweg nach. Gleichzeitig bleiben die Erfahrungen der Betroffenen häufig unsichtbar – insbesondere die Perspektiven von Frauen.

Zum Auftakt der Ausstellung „Artists against the Bomb“ zeigen wir Aigerim Seitenovas Dokumentarfilm „JARA – Radioactive Patriarchy“, der sich mit persönlichen Erfahrungen von weiblichen Überlebenden der Atomwaffentests in Kasachstan auseinandersetzt. Im anschließenden Gespräch diskutieren die Filmemacherin und Aktivistin sowie der Überlebende Dmitriy Vesselov mit Juliane Hauschulz, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland, über Erinnerungspolitik, Geschlechtergerechtigkeit und die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft.

Wir wollen die langfristigen Folgen der Atomwaffentests betrachten und diskutieren, warum insbesondere Frauen häufig im Zentrum der Sorge- und Erinnerungsarbeit stehen. Wie können die Erfahrungen der Überlebenden stärker sichtbar gemacht werden? Und welche politische Verantwortung trägt Deutschland für die Unterstützung der betroffenen Menschen und die weltweite nukleare Abrüstung? Auch diese Fragen wollen wir mit unseren Gästen und mit Ihnen diskutieren.

Im Anschluss an die Diskussion wird die Ausstellung eröffnet. Bei einem Empfang besteht die Möglichkeit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und die Ausstellung gemeinsam zu besuchen.

Es diskutieren:

  • Aigerim Seitenova, Qazaq Nuclear Frontline Coalition
  • Dmitriy Vesselov, Überlebender und Aktivist der dritten Generation aus Kasachstan
  • Juliane Hauschulz, ICAN Deutschland

Begrüßung: Katja Voigt, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Die Veranstaltung findet auf Englisch mit deutscher Simultanübersetzung statt.

Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung (s.o.) erforderlich. Einlass ab 17:45 Uhr.

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Event Detail

21. September 2026 18:00
21. September 2026 20:00
Eva-Mamlok-Bibliothek, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.