Die Veranstaltung thematisiert die Vertreibung nach 1945, die unterschiedlichen Formen der Aufarbeitung in BRD und DDR und die bis heute spürbaren Folgen – besonders im Blick auf Russlanddeutsche und aktuelle Fragen von Integration und Erinnerung.
Deutsche aus den ehemaligen Ostgebieten wurden im Zuge des zweiten Weltkrieges vertrieben und versuchten unter widrigen Bedingungen zu überleben. Der Neuanfang war entsprechend schwer, das Kriegsgezeichnete und geteilte Deutschland hatte viele Herausforderungen zu bewältigen. In der Bundesrepublik konnten viele Menschen sich schnell integrieren und durch harte Arbeit sich neue Möglichkeiten eröffnen. In der DDR blieben die Themen unausgesprochen, viele Schicksale wurden erst nach der Wende bekannt, eine Aufarbeitung erst dann möglich.
Bis heute prägen diese Erfahrungen die deutsche Gesellschaft, denn neben dem Versuch die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der DDR voranzutreiben, bleibt die Frage nach dem Schicksal der Vertriebenen, die dieses Land mit aufgebaut haben, oft zurück. Dabei begegnen insbesondere den Russlanddeutschen häufig Vorurteile, ihnen wird eine völkische Gesinnung unterstellt und sie rundheraus als fremd erklärt.
Dabei ist gerade für die heutige Zeit spannend aus der Vergangenheit zu lernen: Wie gingen Menschen in der Vergangenheit mit gesellschaftlichen Umwälzungen um? Wie gelang die Integration und wie kann sie heute gelingen? Wir wirken Diktatur-Erfahrungen bis heute nach?
Programm:
- 18.30 Uhr Begrüßung und Einführung
- Lina Berends
Konrad-Adenauer-Stiftung - Heimatverlust in den Nachkriegsjahren
- Dr. Felix Bohr
Journalist, Historiker - Russlanddeutsche und die heutige Wahrnehmung
- Ira Peter
Journalistin, Autorin - 19.30 Uhr Fragen und Diskussion
- 20.00 Uhr Ende