Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma war der Höhepunkt jahrhundertelanger gesellschaftlicher Ausgrenzung, rassistischer Stigmatisierung und zunehmend systematischer Verfolgung.
Der Vortrag zeichnet die historischen Entwicklungen von der Entrechtung und Ausgrenzung über die Deportation bis hin zum Völkermord während der NS-Zeit nach. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Verfolgungsmaßnahmen in Niedersachsen sowie den unmittelbaren und langfristigen Folgen für die Betroffenen und ihre Familien.
Aus historischer und persönlicher Perspektive beleuchtet der Referent, wie tiefgreifend die nationalsozialistische Verfolgung in familiäre, kulturelle und gesellschaftliche Lebenszusammenhänge eingriff und weshalb ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie gesellschaftlich verankerte Vorurteile und rassistische Fremdbilder Eingang in staatliche Institutionen fanden und zur systematischen Verfolgung beitrugen.
Eintritt frei, der Veranstaltungsraum ist stufenlos zugänglich.
Vor dem Vortrag findet ein Gedenkspaziergang zu den Stolpersteinen in Walsrode statt.
- Gedenkspaziergang: 9.11.2026 – 18:00 Uhr Rathausvorplatz
- Vortrag: 9.11.2026 – 19:15 Uhr Gemeindehaus, Am Kloster 1
Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Rechts Walsrode in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.