Deutsche Leitmedien haben die Gewalt im Nahen Osten seit dem 7. Oktober systematisch verharmlost, verschwiegen und gerechtfertigt und damit Deutschlands Politik der bedingungslosen Unterstützung Israels mit ermöglicht. Das ist die These von Fabian Goldmanns Vortrag „Stereotype, Staatsräson und Selbstzensur“.
Der Medienkritiker und Autor des Buches „Staatsräsonfunk. Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“ (Manifest Verlag 2026) hat über ein Jahr lang tausende Medienbeiträge von Bild, Spiegel, Tagesschau, taz und Co. ausgewertet. Anhand umfassender Recherchen und exklusiver Einblicke hinter die Kulissen des deutschen Mediensystems zeigt der langjährige Journalist, wie und warum aus gut ausgebildeten Journalist*innen Propagandist*innen eines Genozids werden konnten.
Wie frei ist Berichterstattung, wenn politische Leitlinien wie die sogenannte „Staatsräson“ den Rahmen setzen? Welche Bilder und Narrative prägen die deutsche Berichterstattung über Palästina – und welche Stimmen bleiben ungehört? Fabian Goldmann analysiert, wie stereotype Darstellungen, politische Tabus und strukturelle Selbstzensur die mediale Debatte beeinflussen. Er zeigt auf, warum Kritik an israelischer Regierungspolitik häufig delegitimiert wird und wie sich das auf die öffentliche Diskussion über Palästina und die Verletzung von Menschenrechten auswirkt.
- Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Eine Kooperationsveranstaltung von: Rosa-Luxemburg-Club Münster, KulturVerein Frauenstraße 24 e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW