Technologien des Krieges: Fachtagung des Sachgebiets Internationales und Europa

Die Fachtagung des Sachgebiets Internationales und Europa unter dem Titel „Technologien des Krieges“ findet vom 18. bis 20. September 2026 in der Evangelischen Akademie Tutzing statt. Das zentrale Thema ist die Wechselbeziehung zwischen einer beschleunigten technologischen Entwicklung und gegenwärtigen Kriegen. Die Tagung richtet sich an politische Bildner/-innen, Journalisten/-innen, Mitarbeitende von NGOs, Multiplikatoren/-innen, Wissenschaftler/-innen, Mitarbeitende staatlicher Institutionen u.v.m.

Nicht zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte bestimmt die Kriegsführung technologische Fortschritte. Selbst die Erfindung des Internets verdanken wir dem Kalten Krieg. Heutige Herausforderungen sind aber neu: Die sogenannten Tech-Oligarchen wollen ihre Vorstellungen von der Weltordnung durchsetzen und im Fall von künstlicher Intelligenz kann die Technologie selbst zu einem Entscheidungsträger werden. Darüber hinaus dienen Technologien autoritären Regimen und Akteuren/-innen als Mittel zur Überwachung und Manipulation von Gesellschaften. Doch was ist die Alternative zu einer dystopischen Zukunft, in der sich Krieg und Technologie gegenseitig begünstigen? Und wer setzt diese Alternative um?

Beispiele aus der Gegenwart zeigen, dass sich eine technologische und zugleich bessere Zukunft gestalten lässt: KI und Social Media können den Bürgersinn und demokratische Beteiligung stärken, und digitale Technologien erleichtern die Dokumentation und Verfolgung von Kriegsverbrechen. Und selbst unter den Bedingungen des Krieges ermöglichen Technologien Handlungsräume jenseits einer militärischen Einsatzlogik.

Die Tagung beleuchtet die Herausforderungen der technologischen Beschleunigung sowie bestehende Handlungsräume aus einer interdisziplinären Perspektive. Dazu laden wir Expert/-innen aus den Bereichen IT, Politik- und Naturwissenschaften, sowie Praktiker/-innen aus Medien, Cyberaktivismus und politischer Bildung ein. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erfahrung aus der Ukraine, wo die Infrastruktur des militärischen Widerstands auf sozialer Vernetzung und technologischen Innovationen basiert.

Mit Prof. Dr. Constanze Kurz, Yulia Leites, Olena Maniv-Holovetska, Prof. Dr. Elke Schwarz, Prof. Svitlana Matviyenko, Nadiia Balovsiak, Dr. Taras Fedirko, Natalya Harutyunyan, Mattia Nelles, Lyubov Shypovych u.a.

Anmeldemodalitäten: Für Teilnehmende der Tagung werden die Kosten für die An- und Abreise sowie die Übernachtung und Verpflegung in Tutzing von der bpb übernommen. Bitte beachten Sie, dass die Plätze für die Teilnahme an der Tagung begrenzt sind. Sie werden bei der Anmeldung gebeten, Ihre Motivation (maximal 200 Wörter) für eine Teilnahme darzulegen. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt bis Mitte August. Sie werden dann Mitte August über die Möglichkeit der Teilnahme informiert.

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

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Event Detail

18. September 2026 18:00
20. September 2026 13:00
Schlossstraße 2+4, 82327 Tutzing

Organizers

Bundeszentrale für politische Bildung
info@bpb.de
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) unterstützt Bürgerinnen und Bürger dabei, sich aktiv mit Politik auseinanderzusetzen, fördert politische Bildung und stärkt die Demokratie. Die bpb bietet Veranstaltungen, Publikationen, digitale Angebote und Förderprogramme.