Umstrittenes Erbe: NS-Besatzung, Widerstand, Kollaboration und Bürgerkrieg im kollektiven Gedächtnis Griechenlands

Dieser Bildungsurlaub in Athen bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit der deutschen Besatzung Griechenlands (1941–1944), dem darauffolgenden Bürgerkrieg sowie den politischen und gesellschaftlichen Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen die traumatischen Erfahrungen der Besatzungszeit und deren Rolle als Auslöser für den griechischen Bürgerkrieg.

Nach dem Rückzug der Wehrmacht mündete Griechenland in einen brutalen innerstaatlichen Konflikt, in dem linke Kräfte, insbesondere Kommunist*innen, systematisch verfolgt wurden. Repressionen und Diskriminierungen gegen ehemalige Widerstandskämpfer*innen und ihre Familien prägten die griechische Gesellschaft noch lange nach dem Krieg und sind bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses.

Vor Ort besuchen wir Gedenkstätten und Schauplätze zentraler Ereignisse, sprechen mit verschiedenen lokalen Expert*innen und setzen uns mit den vielfältigen Dimensionen von Erinnerungskultur auseinander. In gemeinsamen Diskussionen möchten wir die langfristigen Auswirkungen von Besatzung, Bürgerkrieg und politischer Repression auf die griechische Gesellschaft reflektieren.

Einige Programmpunkte:

  • Athen unter deutscher Besatzung – Spuren in der Stadt
  • Gedenkstätte Korai – zur Erinnerung an die Gewalt und Unterdrückung unter der Besatzung
  • Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Athens und der Holocaust
  • Geschichte des griechischen Bürgerkriegs und der Verfolgung und Verbannung von Kommunist*innen
  • Die langen Schatten der Vergangenheit: Kontinuitätslinien von der Besetzung zur Junta bis heute

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Event Detail

17. Mai 2026 0:00
22. Mai 2026 0:00

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.