Durchaus anerkennend charakterisierte Erhard Eppler seinen Konkurrenten als „jungen, agilen Ministerpräsidenten…, dem das politische Handwerk sichtbar Spaß mache“, und als „einem ebenso umgänglichen wie umtriebigen Politmanager, nicht ohne den Charme des Pfiffigen. Nunmehr soll aus Anlass des 10. Todestages von Lothar Späth aufgezeigt werden, wie dieser in den 1980er Jahren erkannte, dass in der Verzahnung von Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie der Schlüssel für eine erfolgreiche gelegen hatte. In gleicher Weise war es auch der Verdienst Späths Baden-Württemberg den internationalen Märkten geöffnet und die Globalisierung gleichsam antizipiert zu haben. Auch darf Späth für sich in Anspruch nehmen, ein Vordenker des Europas der Regionen gewesen zu sein und früh für eine Verbindung von Ökologie und Ökonomie eingetreten zu sein. Diese Verdienste für den Standort BadenWürttemberg möchte dieser Vortrag genauso herausarbeiten, wie die von Späth ebenfalls angestrebte Verbindung von Technik, Toleranz und Kultur, der Baden-Württemberg noch heute Leuchttürme auf kulturellem Gebiet verdankt. Dr. phil. habil. Michael Kitzing aus Feldberg-Altglashütten ist Privatdozent für Neuere- und Neueste an der TU Chemnitz; er wurde mit einer Studie zur Badischen Zentrumspartei in der Weimarer Republik an der KU Eichstätt-Ingolstadt promoviert; in seiner Chemnitzer Habilitationsschrift hat er sich mit Bundesfinanzminister Alex Möller auseinandergesetzt und forscht schwerpunktmäßig zur südwestdeutschen Verfassungs-, Parlaments- und Parteiengeschichte.
Hier finden Sie das Programm zum Download: Programm 26-03-17 Unser Käpsele Lothar Späth (1937-2016).pdf