Die Fachtagung verbindet aktuelle Forschungsbefunde mit Erfahrungen aus der Praxis. Sie bietet Raum, Kontinuitäten und Paradigmenwechsel zu diskutieren, Good Practices kritisch zu reflektieren und Handlungsansätze für die pädagogische und präventive Arbeit weiterzuentwickeln.
Mit der Studie „Verlockender Fundamentalismus. Türkische Jugendliche in Deutschland“ (1997) wurde eine Forschungsperspektive eröffnet, die islamistische Orientierungen im Spannungsfeld von Religionsverständnissen, sozialen Erfahrungen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen analysiert. Fast drei Jahrzehnte später ist das Phänomen differenzierter, digitaler und politisch aufgeladener – und stellt Wissenschaft wie Präventionspraxis vor neue Herausforderungen. Welche Faktoren begünstigen islamistische Radikalisierungsprozesse? Wie wirken familiale Sozialisation, Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen, digitale Öffentlichkeiten oder globale Konfliktdynamiken zusammen? Und welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für schulische und außerschulische Bildungsarbeit, für kommunale Präventionsstrukturen und für die Zusammenarbeit mit muslimischen Akteurinnen und Akteuren?
Die Fachtagung richtet sich an Fachkräfte aus der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit sowie an Mitarbeitende in der Verwaltung und wird als Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und ufuq.de (im Rahmen des KN:IX connect I Verbund Islamismusprävention und Demokratieförderung) durchgeführt.