Kinder erleben häusliche Gewalt nicht nur als stille Zeug*innen – sie sind oft selbst betroffen und tragen die seelischen Narben ein Leben lang. Das Wissenschaftskommunikationsprojekt „Von Kindern, Eltern und Gewalt“ rückt ihre Perspektive in den Mittelpunkt und durchbricht damit die bislang vorherrschende Sichtweise der Erwachsenen. Entstanden ist in diesem Rahmen das gleichnamige Buch, ein Sach-Comic für Erwachsene, das mit Graphic Short Stories und fachlichen Wissensbeiträgen über das Erleben von Kindern in von Gewalt geprägten Familien sowie über gesellschaftliche und politische Wechselbeziehungen aufklärt. Im Zentrum des Buches stehen drei fiktionalisierte Kinderfiguren, deren Geschichten auf realen biografischen Interviews mit heute erwachsenen Betroffenen basieren. Eingebettet in internationale Forschungserkenntnisse, eröffnen die illustrierten Episoden einen emotionalen Zugang zu einem oft übersehenen Thema.
Zur Lesung erwarten Sie ausgewählte Textlesungen, Einblicke in die Illustrationen.
Die Autorin Prof. Dr. Anja Pannewitz und der Comiczeichner Aike Arndt geben Einblicke in die Illustrationen und Hintergründe zum Projekt. Gemeinsam sprechen wir über die Entstehung des Buches und darüber, wie gesellschaftliche und politische Diskurse die Sicht auf Kinder als Opfer häuslicher Gewalt prägen.
Die Veranstaltung findet in der Aula / Bluebox statt. (Furtstr. 2, Görlitz)
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Hochschule Zittau/Görlitz und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.
Mehr zum im Unrast Verlag erschienenen Sachcomic gibt es hier. Es kann während der Veranstaltung erworben werden.