Von den Verheißungen der ersten WM 1930 in Uruguay bis zur ersten WM in Afrika 2010 in Südafrika ist es ein langer Weg. Dazwischen: 1934 WM im faschistischen Italien, 1938 die ‚großdeutsche‘ Mannschaft mit Trainer Herzberger und Hitlergruß. Die antikoloniale Befreiung erreicht mit dem panafrikanischen Boykott der WM 1966 auch die FIFA und stellt die weiße Vorherrschaft im Verband in Frage. 1974 Protest gegen den faschistischen Terror in Chile auf der WM in Berlin, 1978 WM in der Militärdiktatur Argentiniens und die deutschen Spieler und Funktionäre hören nichts, sehen nichts, aber loben die Diktatur als ‚ordentliches Land‘. Bald mit von der Partie: Katar und Saudi-Arabien. Und die WMs in Nordamerika 1994 und 2026? US-geführte Kriege, dramatischer Rechtsrutsch: Bleibt die Friedensfrage beim ›Völkerfest‹ WM virulent? Ist die massive Ausweitung des Teilnehmerfelds, so sehr kommerzieller Natur, auch Ausdruck einer entstehenden multipolaren Weltordnung?
Dazu referieren und diskutieren mit Ihnen/euch:
- Carlos Gomes, Jg.1981, Studium der Germanistik sowie der Sozial- und Kulturwissenschaften. Publiziert zu kulturhistorischen Themen.
- Glenn Jäger, Jg.1971, Studium der Anglistik und Sozialwissenschaften. Verlagstätigkeit, aktiver Fußballer in der Betriebssport-Liga Bonn.
Von beiden erschien jetzt im PapyRossa Verlag Köln:
Griff nach Gold. Die andere Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft
415 Seiten, 28 Euro, ISBN 978-3-89438-867-6
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