Wer erinnert wen? Kritische Perspektiven auf Hamburgs Geschichtspolitik

Hamburg ist eine Stadt, die ständig in Bewegung ist – und doch gibt es unzählige Relikte und Denkmäler, die von ihrer Geschichte zeugen. Dennoch bleiben viele historische Spuren im Alltag unbemerkt. In diesem Bildungsurlaub möchten wir untersuchen, wie Hamburg mit seiner Vergangenheit umgeht und welche Perspektiven unberücksichtigt bleiben.

Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen, wie Hamburgs Erinnerungskultur gestaltet ist, welche Narrative sie prägen und welche Lücken möglicherweise bestehen. Weiterhin untersuchen wir, wie Geschichte im urbanen Raum sichtbar gemacht wird und wer darüber bestimmt.

Der Bildungsurlaub wird durch eine Reihe von praktischen Exkursionen und Gesprächen mit Aktivist:innen und Kritiker:innen geprägt sein. Insbesondere mit folgenden Fragen wollen wir uns intensiv auseinandersetzen:

  • Wo sind die kritischen Punkte in Hamburgs Erinnerungskultur? Wird in Hamburg nur an Krieg, Heroismus, Kolonialismus, Opfer und Gewalt erinnert? Wer oder was bleibt dabei unsichtbar? Was wird abgerissen und was wird erhalten ?
    Ist die Erinnerung an die Vergangenheit ein Privileg der Mächtigen – und wird sie vorwiegend aus einer „männlich“ geprägten Perspektive dargestellt?
  • Wie wird Geschichte in der Stadt repräsentiert und welche Menschen bleiben dabei ungehört? Wer sind die Akteur:innen der Erinnerungskultur in Hamburg? Wer entscheidet, was und wie wir uns erinnern?
    Wer finanziert und beauftragt diese Prozesse? Und welche Perspektiven fehlen vielleicht in der öffentlichen Erinnerung?
  • Wo finden wir Spuren des Widerstands, des Migrantischen Lebens und der Geschichte von Frauen? Was hat Rosa Luxemburg mit Hamburg zu tun ?

Hamburgs Geschichte ist ständig im Fluss und fordert uns dazu auf, über den Umgang mit der Vergangenheit nachzudenken. Dieser Bildungsurlaub soll nicht nur die Erinnerung an Hamburgs Geschichte aufzeigen, sondern aktiv reflektieren, wie wir uns eine zukunftsweisende Erinnerungskultur vorstellen können, die auch Frauen*leben, migrantische Perspektiven und Widerstandsgeschichte integriert und erlebbar macht.

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Event Detail

8. Juni 2026 10:00
12. Juni 2026 16:00
Valentinskamp 34a, 20355 Hamburg

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rls-hamburg.de
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.