Jörn Schütrumpf, geb. 1956, ist Historiker und Publizist. Bis 2017 war er Geschäftsführer des Karl Dietz Verlags Berlin und anschließend bis 2022 Leiter der Fokusstelle Rosa Luxemburg der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Schon früh warnte Clara Zetkin vor dem Faschismus, aber auch vor dem von Stalin geförderten ultralinken Kurs, der die Arbeiterbewegung schwächte. Die Briefe Zetkins aus den Jahren 1924-1933, dokumentiert in dem gerade im Karl Dietz Verlag erschienenen Band 3 der Edition „Clara Zetkin – Die Briefe 1914 bis 1933“, zeigen ihren Widerstand gegen diese Politik Stalins und Thälmanns, durch die die sozialistische Idee kompromittiert wurde. Bis zu ihrem Lebensende leistete sie Widerstand – krankheitsbedingt zunehmend isoliert. Besonders aufschlussreich dürfte eine Ende Oktober 1929 verfasste und bisher geheim gehaltene umfangreiche Abrechnung in einem Schreiben an Stalin und die sowjetische Führung sein, die hier erstmals präsentiert und das Bild Zetkins entscheidend erneuern wird.
Herausgeber Dr. Jörn Schütrumpf stellt den Band im Gespräch mit Erhard Korn von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg vor.