Zetkin gegen Stalin

Schon früh warnte Clara Zetkin vor dem Faschismus, aber auch vor dem von Stalin geförderten ultralinken Kurs, der die Arbeiterbewegung schwächte. Die Briefe Zetkins aus den Jahren 1924 bis 1933 zeigen ihren Widerstand gegen diese, die sozialistische Idee kompromittierende Politik Stalins und Thälmanns. Bis zu ihrem Lebensende leistete Clara Zetkin Widerstand – krankheitsbedingt zunehmend isoliert.

Die Briefe sind dokumentiert in dem nun im Karl Dietz Verlag erschienenen Band 3 der Edition „Clara Zetkin – Die Briefe 1914 bis 1933“. Besonders aufschlussreich dürfte eine Ende Oktober 1929 verfasste und bisher geheim gehaltene umfangreiche Abrechnung in einem Schreiben an Stalin und die sowjetische Führung sein. Sie ist im VSA-Verlag parallel zu den Briefen veröffentlicht. Das historische Bild Zetkins sollte an dieser Stelle entscheidend erneuert werden.

Mit:

  • Jörn Schütrumpf, Historiker und Publizist. Bis 2017 war er Geschäftsführer des Karl Dietz Verlags Berlin und anschließend bis 2022 Leiter der Fokusstelle Rosa Luxemburg der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er ist Herausgeber der Briefe Clara Zetkins.
  • Ines Schwerdtner, studierte Politikwissenschaft und Anglistik. Sie war als Publizistin und Moderatorin politischer Podcasts tätig. Zwischen 2020 und 2023 war sie Chefredakteurin der deutschsprachigen Ausgabe des sozialistischen Magazins Jacobin. Im Oktober 2024 wurde sie zur Co-Vorsitzenden der Partei Die Linke gewählt.

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19. Oktober 2026 18:00
19. Oktober 2026 20:00
Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

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Rosa-Luxemburg-Stiftung
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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.