Das Verhältnis zwischen den USA und Lateinamerika erlebt unter Donald Trump eine tiefgreifende Neuordnung. Mit offenem Machtanspruch versucht Washington, seinen politischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Einfluss in der Region wieder auszubauen. Besonders drastisch zeigte sich dieser Kurs Anfang 2026 in Venezuela, als die USA Präsident Nicolás Maduro entführten. Dessen Nachfolgerin Delcy Rodríguez kooperiert seitdem eng mit der US-Regierung.
Doch Venezuela ist nur ein Teil einer umfassenderen Entwicklung. Trump droht auch anderen Ländern der Region, mischt sich in Wahlkämpfe ein und setzt dabei auf eine enge Kooperation mit ihm wohlgesinnten Regierungen. Als Imperium mit schwindender globaler Hegemonie versuchen die USA, ihre Stellung auf dem amerikanischen Kontinent zu festigen und konkurrierende Mächte wie China zurückzudrängen. Für Lateinamerika stellt dieser neue Interventionismus eine Herausforderung dar, wie sie die Region seit Jahrzehnten nicht erlebt hat.
In seinem neuen Buch „Zurück in den Hinterhof. Die USA und Lateinamerika“ (Mandelbaum Verlag), widmet sich der Journalist und Autor Tobias Lambert der Neuausrichtung der US-amerikanischen Lateinamerikapolitik unter Trump und ordnet sie historisch ein.
Begrüßung: Dr. Luiz Ramalho, Lateinamerika-Forum Berlin
Moderation: Eva Grotenhuis, Rosa-Luxemburg-Stiftung
Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion mit dem Autor.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Lateinamerika-Forums Berlin e. V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.