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Frauenrechte #ausnahmslos schĂŒtzen – Sexismus und Rassismus in der Fluchtdebatte entgegentreten

IMG_1579Berlin/14.3.16: AnlĂ€sslich des weltweiten Frauentages 2016 lud die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Veranstaltng „Frauenrechte #ausnahmslos schĂŒtzen. Sexismus und Rassismus in der Fluchtdebatte entgegentreten“ ein. Die Stiftung nutze die Gelegenheit, um die oft vermischten Debatten um sexualisierte Straftaten und geflĂŒchtete Menschen in Deutschland nĂ€her zu betrachten. Ein differenzierteres Bild der Problematik zu vermitteln und den Kampf fĂŒr Frauenrechte vor rechtspopulistischer Instrumentalisierung zu schĂŒtzen standen im Fokus der Veranstaltung.

Dr. Stefanie Elies, Referatsleiterin des Forum Politik und Gesellschaft eröffnete den Abend, indem sie zunĂ€chst auf die hohen Anzeigenzahlen in der Kölner Silvesternacht und die seitdem (beispielsweise beim Kölner Karneval) angestiegenen Meldezahlen sexualisierter Straftaten einging. Diesen Anstieg begrĂŒĂŸte sie, nicht wegen der StraftatbestĂ€nde selbst, sondern wegen der erhöhten Bereitschaft deutscher Frauen, VorfĂ€lle dieser Art zu melden. Dies sei ein Fortschritt im Diskurs um sexualisierte Gewalt. Der bittere Beigeschmack: In die Debatte mischen sich zunehmend rassistische und neo-rassistische Argumente. Junge MĂ€nner mit Migrations- oder Fluchthintergrund, besonders solche aus Regionen, die muslimisch geprĂ€gt sind, werden kollektiv als potentielle SexualstraftĂ€ter stigmatisiert. In politischen Lagern, welche diese Argumentationskette verfolgen, kommt es dann zuweilen zur Instrumentalisierung von Feminismus mit dem Ziel, rassistische Äußerungen in die Debatte zu tragen. Um dieses Dilemma kreiste die anschließende Podiumsdiskussion.

Einleitend war ein Vortrag der Mitinitiatorin von #ausnahmslos, Anne Wizorek geplant. Unter diesem Hashtag hatten Netzfeministinnen nach den VorfĂ€llen in Köln auf Twitter ihren Aufruf gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus gestartet. Von vielen mit Vorfreude erwartet, konnte Anne Wizorek ihren Input an diesem Abend krankheitsbedingt nicht geben. Das diskussionswillige Publikum und das aufgeweckte Podium verkrafteten diese EnttĂ€uschung jedoch schnell. Auf dem Podium Stellung bezogen Dr. Carola Reimann, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Sinthujan Varatharajah, Autor und Projektkoordinator bei FlĂŒchtlinge Willkommen, Emine Aslan, Mitinitiatorin von #ausnahmslos und Prof. Dr. Kira Kosnick von der Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main. Die  Moderation ĂŒbernahm Heide Oestreich, Journalistin der taz. Frauenrechte ausnahmslos schĂŒtzen, dass zeigte die GesprĂ€chsrunde und die anschließende Diskussion mit den GĂ€sten, bedeutet, Sexismus in der deutschen Gesellschaft uneingeschrĂ€nkt zu bekĂ€mpfen und nicht als importierte Problematik der Migrationsgesellschaft zu verhandeln.

 

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