Wer bekommt Zugang zu Ressourcen? Wessen Sprache wird verstanden? Wer gerät unter Verdacht? Diese Fragen sind keine rein technischen, sie sind zutiefst politische. Und sie werden in verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedlich gestellt.
Im Juni 2026 laden die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und das Goethe-Institut zur internationalen Abschlusskonferenz des gemeinsamen internationalen Projekts Shaping AI: Ethics, Power, Responsibility nach Berlin ein. Die Konferenz bringt Perspektiven aus Brasilien, Südafrika, Indien, Südkorea und Deutschland zusammen, aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und aktivistischer Praxis.
Gemeinsam diskutieren wir: Wie reproduzieren KI-Systeme Diskriminierung entlang von Geschlecht, Klasse, Kaste und Rassismus? Wessen Wissen fließt in die Entwicklung digitaler Technologien ein und wessen nicht? Wie kann demokratische Kontrolle über KI aussehen? Und wie würde eine KI-Infrastruktur aussehen, die souverän gestaltet ist?
Die Konferenz findet auf Deutsch, Englisch und Portugiesisch mit Simultanübersetzung statt. Eine hybride Teilnahme ist möglich. Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze. Ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und des Goethe-Instituts.
Mit folgenden internationalen Expert/-innen:
Brasilien:
- Fernanda dos Santos Rodrigues Silva: Rechtswissenschaftlerin und Forscherin zu Recht und neuen Technowissenschaften, Universidade Federal de Minas Gerais.
- Juliane Cintra (Ação Educativa): Koordinatorin für Racial Justice und digitale Rechte mit Hintergrund in Menschenrechten.
Südafrika:
- Mpho Primus (University of Johannesburg / Primus Technology Hub): Computerlinguistin und KI-Expertin mit Schwerpunkt auf afrikanischen Sprachen und inklusiver KI-Entwicklung.
- Victoria Buthelezi (University of Johannesburg / JIAS): Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, forscht zu Global Blackness und postkolonialen Wissensräumen.
Indien:
- Archana Prasad (Gooey.ai): Mitgründerin, verbindet KI-Praxis mit künstlerischer Forschung und inklusivem Design.
- Priya Thuvassery (Chambal Media): Co-CEO eines auf investigativen Lokaljournalismus und digitale Teilhabe spezialisierten Medienunternehmens.
Südkorea:
- Youjin Jeon (Woman Open Tech Lab): Künstlerin und Gründerin, fördert feministische und nicht-hierarchische Perspektiven auf Technologie.
- Juyong Park (KAIST): Komplexitätsforscher mit Schwerpunkt auf Kreativität, Kultur und der Frage nach genuiner Intelligenz in Maschinen.