«Ein Funky-Makossa für die Freiheit»

Wie wirken koloniale Geschichte, Migration und familiäre Erinnerungen in der Gegenwart? Welche Rolle spielen Identität, Queerness und gesellschaftliche Zugehörigkeit in einer globalisierten Welt? Diesen Fragen widmet sich der kamerunisch-schweizerische Autor Max Lobe in seinem aktuellen Roman «Ein Funky-Makossa für die Freiheit».

Im Rahmen der moderierten Lesung stellt Max Lobe sein jüngstes Werk vor und spricht anschließend mit dem Publikum über die Themen des autofiktionalen Romans. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Balletttänzers Benjamin, der sich in seiner Genfer Wohnung an seine Kindheit in Kamerun erinnert.

Durch die Erzählungen seines Vaters entfalten sich persönliche und politische Geschichten über Widerstand, Unabhängigkeit, kulturelle Identität und Selbstverwirklichung. Mit großer sprachlicher Kraft verbindet Lobe Humor, Musik und Poesie mit einer kritischen Auseinandersetzung mit kolonialen und postkolonialen Verhältnissen.

Silvia Abiyeme de Bertolini moderiert die Lesung & Diskussion, Azizè Flittner übersetzt ins Deutsche und Fatim Afra Engstfeld liest aus dem autofiktionalen Roman.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, über die Bedeutung von Erinnerung, Migration und gesellschaftlicher Teilhabe nachzudenken und die Perspektiven afrikanischer, diasporischer und queerer Stimmen in aktuellen Debatten kennenzulernen.

Im anschließenden Gespräch bietet sich die Gelegenheit, mit dem Autor in Austausch zu treten. Es wird auch die Möglichkeit geben, das Buch zu erwerben und signieren zu lassen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung wird organisiert von col.lit.ive in Kooperation mit Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, der Hirschfeld Eddy Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Black&Queer NRW, dem Buchsalon Ehrenfeld und dem akono Verlag.

Zum Autor:

Max Lobe (er/ihm) wurde 1986 in Duala geboren, lebt als Romancier, Dichter und Kulturaktivist in Genf und ist Autor von sieben Romanen. Zu den Themen, die sein Werk durchziehen, gehören Migration, Postkolonialität und Queerness. Von ihm auf Deutsch erschienen sind bisher die Romane «Vertraulichkeiten» (akono Verlag, 2022, nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse) und «Drei Weise aus dem Bantuland» (Austernbank Verlag, 2019, Beste Independent Bücher Bayerns).

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Event Detail

13. August 2026 19:30
13. August 2026 21:00
Geisselstraße 3-5, 50823 Köln

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.