Obwohl Marx selbst das „Heimatland der politischen Ökonomie“ im „Westen von Europa“ verortete (MEW 23, S. 792), wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts die Kritik der politischen Ökonomie fast auf der ganzen Welt heimisch. Auch in der Gegenwart werden Marxsche Schriften wie die Grundrisse oder das Kapital weltweit gelesen und kontrovers diskutiert aus gesellschaftstheoretischer, ökonomischer, erkenntnistheoretischer, sozialphilosophischer und emanzipationstheoretischer Perspektive, von Wissenschaftler_innen, aber auch von politischen Aktivisten. Der Vortrag gibt eine Einführung in die ‘geographische Struktur‘ der weltweiten Aneignungen des Marxschen Denkens.