Auswirkungen einer zunehmenden Militarisierung auf das Gesundheitswesen

Die militärische Aufrüstung Deutschlands und Europas seit der so genannten Zeitenwende betrifft immer weitere Teil der Gesellschaft. Auch das Gesundheitswesen soll „resilient“ gemacht werden. Das heißt aktuell nichts anderes, als kriegstauglich gemacht zu werden. Es gibt schon umfangreiche Papiere zur zivil-militärischen Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Zivil-militärische Übungen und wehrmedizinische Fortbildungen nehmen zu. Krieg und die geforderte militärische Aufrüstung haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Gesundheitssystem – auch indirekt: So führen steigende Verteidigungsausgaben zu Einsparungen in anderen öffentlichen Bereichen, darunter Gesundheit und Pflege, zum Beispiel aktuell das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Aber das ist erst der Anfang. Die Angriffe auf Beschäftigte und damit auch auf die Versorgung von Patient*innen werden weitergehen.

Welche Auswirkungen die vielzitierte „Zeitenwende“ im Einzelnen auf Gesundheit und Pflege hat und was wir als Gesellschaft und als Beschäftigte gegen diese „Militarisierung des Gesundheitswesens“ tun können, diskutieren wir an diesem Abend gemeinsam mit Dr. Nadja Rakowitz.

*Dr. Nadja Rakowitz ist Politologin und Medizinsoziologin und arbeitet als Geschäftsführerin des Vereins Demokratischer Ärzt*innen. Sie macht Bildungsarbeit für die Rosa-Luxemburg-Stiftung und ver.di und ist stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eine Veranstaltung der RLS Hessen und des Rosa-Luxemburg-Clubs Kassel unterstützt von: Kasseler Friedensforum, IPPNW Ortsgruppe Kassel

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22. Oktober 2026 19:00
22. Oktober 2026 21:00
Germaniastr. 14, 34119 Kassel

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Rosa-Luxemburg-Stiftung
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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.