Migration ist eine gesellschaftliche Normalität und war es schon immer. Die extreme Rechte wiederum stigmatisiert Migration als eine Bedrohung. Sie hat es in den letzten Monaten und Jahren geschafft, über diesen Diskurs das gesamte politische Koordinatensystem nach rechts zu verschieben. Gerade auch deshalb ist eine Sichtbarmachung (post)migrantischer Perspektiven ein zentrales politisches Korrektiv in der aktuellen Debatte. Denn im Streben nach einem guten Leben unter den Bedingungen von Entrechtung bedeutet Migration immer auch Kampf für eine Erweiterung der Grund- und Freiheitsrechte für alle.
In der Veranstaltung wollen wir darlegen, warum der Antifaschismus heute wesentlich eine (post)migrantische Realität besitzt und die politische Bildung diese Perspektive benötigt, will sie ein wichtiger Hebel zur Stärkung des Antifaschismus sein.
Mit Rebecca Gotthilf, Sozialwissenschaftlerin und politische Bildnerin aus Berlin und Massimo Perinelli, Historiker und Referent für Migration in der Rosa-Luxemburg-Stiftung.