Das denkwürdige Jahr 1956, nicht nur für Europa

Es war ein Jahr der Hoffnungen und des Scheiterns zwischen XX. Parteitag, halbherziger Entstalinisierung, Reformdesaster, vermeintlicher „Revolution“ in Ungarn, Intellektuellenemeuten in Berlin. Im Korsett der Systemauseinandersetzung und den neuen Konstellationen dieser Auseinandersetzung zwischen Chancen friedlicher Koexistenz, neokolonialer Aggression am Suezkanal und neuer sowjetischer Autorität nicht nur zugunsten Nassers ein schwieriges Unterfangen, das seine Folgen 1968, 1980/81, 1986-1989/91 hatte. Damals zeichnete sich vage der Bruch zwischen Peking und Moskau ab, in Italien wurde über das nachgedacht, was später als „Eurokommunismus“ auf die Bühne trat.
Kurskorrekturen, Reformen und Revolutionen bringen nicht immer das, was sie bezwecken wollen und 1956 steht für einen Epochenbruch, der nicht in eine Erfolgsgeschichte  mündete. Schließlich zerstörten 1968 und 1986ff  endgültig die Chancen für enen sozialistischen Neuanfang.

Referent: Dr. Stefan Bollinger, Historiker

Moderation: Marilies Müller

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22. September 2026 10:00
22. September 2026 12:00
Kleine Alexanderstr. 28, 10178 Berlin

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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.