Europas Landwirtschaft steckt in einem Dilemma: Für die Pflanzennährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium ist sie abhängig von fossiler Energie, Rohstoffimporten und den globalen Märkten. Energiekrisen, Kriege und Handelskonflikte können Dünger binnen kurzer Zeit massiv verteuern – mit großen Folgen für landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelpreise. Das macht unsere Lebensmittelproduktion extrem verwundbar.
Gleichzeitig hat Europa vielerorts ein Zuviel an Nährstoffen in der Umwelt. Überdüngung belastet Grundwasser, Flüsse und Meere und gefährdet so die Artenvielfalt. Darüber hinaus verursacht der Abbau von Phosphat und Kali erhebliche Umweltschäden.
Wie kommen wir aus dieser doppelten Abhängigkeit? Wie können wir weniger Dünger einsetzen, Nährstoffkreisläufe besser schließen und Europas Landwirtschaft unabhängiger und krisenfester machen?
Podiumsdiskussion
- Kerstin Hoppenhaus, Autorin von Die Salze der Erde, Gewinnerin des Deutschen Sachbuchpreises 2024
- Simone Apitz, Vorsitzende Deutsche Phosphor-Plattform
- Dr. Josef Wiebel, Leiter Agrarsegment K+S, Bergbauunternehmen mit den Schwerpunkten Kali- und Salzförderung
- Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments
Moderation: Susanne Schäfer, Journalistin & Autorin
Wir laden Sie herzlich ein, im Anschluss an die Veranstaltung an einem informellen Austausch bei Snacks und Getränken teilzunehmen.
Kontakt:
Hagen Döcke, IZ-Int. Agrarpolitik, Heinrich-Böll-Stiftung
E doecke@boell.de