Viele Konzepte für eine gerechte Mobilitätswende scheitern nicht nur am mangelnden politischen Willen und unterbesetzten Planungs- und Verwaltungskapazitäten, sondern vor allem an der Finanzierung. Eine gerechte Mobilitätswende ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Der Ausbau des Nah- und Schienenverkehrs, gute Arbeitsbedingungen, bezahlbare Fahrpreise (bis hin zum Nulltarif im ÖPNV) sowie neue Produktionskapazitäten brauchen erhebliche Investitionen und finanzielle Mittel. Wer eine gerechte Mobilitätswende will, muss daher viel stärker auch die Frage der Umverteilung oder besser gesagt, des „Rückverteilens“ stellen.
Doch, wie hoch ist eigentlich der Finanzierungsbedarf? Und wie könnten diese Mittel aufgebracht werden – und durch wen? Die hier vorliegende Studie klärt Finanzbedarfe einer umfassenden Verkehrswende und entwirft Ansätze einer möglichen Gegenfinanzierung.
Es gilt Machtressourcen praktisch zu bündeln, von Gewerkschaften wie Ver.di, EVG und die IG Metall, ebenso wie Umweltbewegungen wie BUND oder Fridays for Future, den Paritätischen Gesamtverband, linke Parteien und Bewegungen etc. Trotz bestehender Differenzen, kann die Finanzierungsfrage viel Gemeinsamkeit stiften. Wir diskutieren, inwiefern die vorliegende Studie dafür gute Argumente liefert, für eine gemeinsame sozial-ökologische (Klassen-)Praxis.
Vorstellung der gleichnamigen Studie von Hendrik Sander und Carl Waßmuth, im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung, vorgestellt von Hendrik Sander.
Mit Kommentaren von Andreas Schackert (Bundesfachgruppenleiter Busse verdi) und Benjamin Hoff (Leiter IG Metall Grundsatzabteilung), Moderation: Nina Schlosser (Rosa-Luxemburg-Stiftung)