Fußball ist weit mehr als ein Spiel. Stadien und Fankurven sind Orte gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, an denen sich Fragen von Demokratie, Teilhabe und Solidarität ebenso zeigen wie Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung. Seit Jahrzehnten versuchen extrem rechte Akteure, im Fußball Fuß zu fassen – sei es in Fankurven, Hooliganstrukturen, Amateurvereinen oder über digitale Netzwerke. Gleichzeitig engagieren sich zahlreiche Fans, Fanprojekte, Initiativen und Vereine für eine offene und vielfältige Fankultur und stellen sich rechten Einflussversuchen entgegen.
Wie haben sich rechtsradikale Strukturen im Fußball entwickelt? Welche Akteure und Strategien prägen die Szene heute? Warum bleibt der Fußball ein attraktives Betätigungsfeld für die extreme Rechte? Und welche Erfahrungen gibt es im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt im Stadion und darüber hinaus?
Über diese Fragen sprechen Florian Schubert, Autor und Wissenschaftler mit den Schwerpunkten Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fußball, sowie die Journalistin Nicole Selmer, die seit vielen Jahren zu Fankulturen, Fußballpolitik und gesellschaftlichen Entwicklungen im Sport publiziert. Gemeinsam diskutieren sie historische Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für einen Fußball, der von demokratischer Teilhabe, Solidarität und Vielfalt geprägt ist.
Die Veranstaltung richtet sich an Fußballinteressierte, Fans, Aktive aus Vereinen und Fanprojekten sowie an alle, die sich mit den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um Demokratie und Menschenrechte im Fußball beschäftigen möchten.
Moderation: Jan-Philipp Wiese
Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Fanräumen St.Pauli
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.