Seit dem Ende des Kalten Krieges hat die Rüstungskontrolle maßgeblich dazu beigetragen, internationale Stabilität zu gewährleisten. Aber klassische Rüstungskontrolle ist in den letzten zwei Jahrzehnten zusehends unter Druck geraten: Der INF-Vertrag ist ausgelaufen, der New-START-Vertrag steht vor ungewisser Zukunft, in Deutschland sollen neue Mittelstreckenwaffen stationiert werden und disruptive technologische Entwicklungen werfen eine Reihe von Herausforderungen auf deren Lösung bislang noch nicht absehbar ist.
Die zunehmende Multipolarisierung der Weltordnung lässt eine grundlegende Neubewertung bestehender Kontrollmechanismen für notwendig erscheinen. Dabei gewinnen vor allem Fragen nach der Regulierung und Begrenzung neuer Waffentechnologien sowie nach der Rolle von Exportkontrollen an Bedeutung. Wie lässt sich Rüstung unter diesen veränderten Bedingungen überhaupt noch kontrollieren?
Das Tagungsseminar lädt die Teilnehmenden dazu ein, zentrale konzeptionelle Grundlagen, aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen der Rüstungskontrolle zu diskutieren. Ausgewiesene Gastreferenten aus Wissenschaft und Praxis geben Einblicke in zentrale Themenfelder.